Lutherstadt Wittenberg – schon mal gehört, vielleicht irgendwo gelesen, aber nie wirklich auf dem Radar gehabt. Ich gebe zu: Hätte mein bester Freund dort nicht geheiratet, wäre Wittenberg wohl immer noch ein weißer Fleck auf meiner Landkarte. Zum Glück kam es anders – für meinen Freund, der nun unter der Haube ist, und für mich, denn Wittenberg entpuppte sich als wirklich hübsches, kleines Städtchen.
Wie der Name schon verrät, ist Wittenberg untrennbar mit Martin Luther verbunden. Eben jener, der die Reformation ins Rollen brachte, seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche schlug und in der Stadtkirche die erste Predigt in deutscher Sprache hielt. Mit Kirche habe ich persönlich nicht viel am Hut, aber Geschichte interessiert mich – und da kommt man an Luther einfach nicht vorbei.


Im Städtedreieck Berlin–Magdeburg–Leipzig gelegen, bietet Wittenberg neben viel Reformationsgeschichte auch ein charmantes Innenstadtflair mit kleinen, gemütlichen Lokalen zum Einkehren und Genießen – perfekt, um abseits der großen Metropolen ein bisschen herunterzukommen.
Wer es lieber grüner mag, dem seien die Wittenberger Elbauen ans Herz gelegt. Sie bieten reichlich Freiraum zum Durchatmen.
Ein Besuch in der Stadtkirche lohnt sich übrigens: Hier fällt sofort auf, dass der Altar nicht mittig steht – anders als in den meisten Kirchen. Insgesamt wirkt der Raum hell, schlicht und unaufdringlich – und genau das macht seinen besonderen Charme aus.




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